Club
Club war in der DDR eine Zigarette für den gehobenen Anspruch: 1969 als Filterzigarette eingeführt, mit Tabaken aus dem Westen, für 4,00 Mark teurer als die meisten Konkurrenten und bis 1990 in der ehemaligen Garbáty-Fabrik in Berlin-Pankow gefertigt. Wenige Stunden vor der Wiedervereinigung verkaufte die Treuhand die Markenrechte für 13 Millionen D-Mark an R. J. Reynolds, der die Club mit kaum verändertem Ostdesign erfolgreich in den neuen Bundesländern weiterführte. 1999 kam die Marke zu JT International; die jüngsten belegten Packungen stammen von 2016, inzwischen ist sie vom Markt verschwunden.
| Eingeführt | 1969 in der DDR als Filterzigarette (Jubiläumspackungen „25 Jahre“ 1994); der Name war schon vor 1935 bei der Dresdner Greiling AG in Gebrauch |
|---|---|
| Hersteller | DDR: Vereinigte Zigarettenfabriken Dresden, Berliner Zigarettenfabrik, zuletzt VEB Kombinat Tabak Dresden; 1990 bis 1999 R. J. Reynolds; danach JT International Germany |
| Produktion | bis Oktober 1990 im Werk Berlin-Pankow (ehemalige Garbáty-Fabrik); danach Reynolds-Werke in Berlin-Reinickendorf und Trier |
| Preis in der DDR | 4,00 Mark für 20 Stück; die meisten anderen Filtermarken kosteten 2,50 bis 3,20 Mark |
| Marktstellung | vor der Grenzöffnung rund 11 % in der DDR (Tabakzeitung, zitiert von der taz 1990); laut Spiegel (November 1990) rund 15 % in Ostdeutschland |
| Markenverkauf | 2. Oktober 1990: Die Treuhand verkauft die Markenrechte für 13 Millionen D-Mark an R. J. Reynolds |
| Status | eingestellt; jüngste Sammlerbelege von 2016, genaues Enddatum nicht belegt |
Zur Einordnung: Dieses Markenlexikon dokumentiert Zigarettenmarken neutral als Teil der Konsum- und Wirtschaftsgeschichte. Es enthält keine Bezugsquellen und keine Empfehlung. Rauchen schädigt die Gesundheit – sachliche Informationen dazu stehen unter Gesundheit, Wege aus dem Konsum unter Rauchstopp.
Geschichte: eine gehobene Filterzigarette der DDR
Als Filterzigarette kam Club 1969 in den Handel, worauf sich auch die Jubiläumspackungen „25 Jahre“ von 1994 beziehen. Mit 4,00 Mark für 20 Stück kostete sie mehr als die meisten anderen Filterzigaretten des Landes, die zwischen 2,50 und 3,20 Mark lagen; teurer war die Duett im Format 100. Geschmacklich war sie ganz auf den Westen ausgerichtet: Die Tabake kamen von dort, und nach Erinnerung eines früheren Prokuristen des Bremer Handelshauses Franz Kragh, über das der größte Teil der westlichen Tabakimporte der DDR lief, hatte die Club eine amerikanische Mischung. Bezahlt wurde im Kompensationsgeschäft, Tabak gegen DDR-Waren.
Nach Zahlen der westdeutschen Tabakzeitung, die die taz im Juli 1990 veröffentlichte, erreichte Club vor der Grenzöffnung rund elf Prozent Marktanteil und teilte sich damit hinter Cabinet (33 Prozent) und f6 (27 Prozent) mit Juwel den dritten Platz. In der DDR spielte Werbung für die Club kaum eine Rolle; ab Mitte der 1970er Jahre untersagte der Ministerrat die Konsumwerbung. Mehr zum Hintergrund unter DDR.
Hersteller und Produktion: die Fabrik in Pankow
Hersteller waren volkseigene Betriebe, zuletzt im VEB Kombinat Tabak Dresden zusammengefasst; die Packungen nennen je nach Jahrgang Dresdner oder Berliner Betriebe. Gefertigt wurde die Club bis 1990 in Berlin-Pankow, in der Fabrik, die der jüdische Unternehmer Josef Garbáty aufgebaut hatte. 1938 musste die Familie sie im Zuge der „Arisierung“ verkaufen, 1949 ging der Betrieb in Volkseigentum über, später hieß er Berliner Zigarettenfabrik.
Nach dem Verkauf der Marke stand das Werk ab Oktober 1990 still. 1993 sollte eine Tochter der Lübecker Zigarettenfabrik Eicken dort noch einmal für drei Jahre produzieren, 1995 endete die Zigarettenherstellung in Pankow endgültig. Die Club selbst fertigte Reynolds in seinen Werken in Berlin-Reinickendorf und Trier.
Die Wende: 13 Millionen Mark für einen Namen
Im April 1990 scheiterte Philip Morris mit dem Versuch, das gesamte Kombinat zu übernehmen, am Veto der DDR-Wettbewerbsbehörde. Zum 1. Mai wurden die Betriebe verselbstständigt und die Markenrechte verteilt, Club ging an die Berliner Zigarettenfabrik. Für dieses Werk interessierte sich R. J. Reynolds, Hersteller von Camel und Winston, zog sich aber zurück, weil die Eigentumsfrage offen war: Sowohl die Erben der Familie Garbáty als auch der Sohn des Erwerbers von 1938 meldeten Ansprüche an.
Die Treuhand willigte daraufhin ein, Reynolds allein die Markenrechte zu verkaufen. Am 2. Oktober 1990 um 16 Uhr, wenige Stunden vor der deutschen Einheit, kaufte der deutsche Reynolds-Chef Jürgen Freund den Namen Club für 13 Millionen D-Mark. Branchenkenner schätzten die Werbekosten für die Einführung einer neuen Zigarette damals auf mindestens 60 Millionen Mark; ein Reynolds-Manager meinte im Spiegel, man habe „ein blendendes Geschäft gemacht“. Der zuständige Treuhand-Direktor nannte den gesonderten Verkauf 1992 einen schweren Fehler: Die im Wettbewerb unerfahrenen Ostdeutschen hätten die Bedeutung von Markennamen unterschätzt. Die Pankower Fabrik stand ohne Marke und ohne Lohnaufträge da, 246 Beschäftigte warteten in Kurzarbeit Null.
Sortiment: von der Club Filter zur Club 100
In der DDR gab es Club als Filterzigarette in der 20er-Packung, anfangs auch als feste Schachtel, meist als Weichpackung. In den 1990er Jahren baute Reynolds daraus eine „Club-Familie“ – den Begriff nutzte das Marketing laut taz 1993 – mit leichter Variante, zwei Mentholsorten, einer Special-Linie und der Überlänge Club 100; die Packungen enthielten nun meist 19 Zigaretten. Unter JT International kamen die Club Fresh (belegt 2008) und die Club Frisch (belegt 2016) hinzu. Die Übersicht zeigt die im Sammlerverzeichnis zigsam.at belegten Jahrgänge, keine exakten Laufzeiten.
| Variante | Belegte Jahrgänge | Anmerkung |
|---|---|---|
| Club Filter | 1969–2002 | Ursprungssorte; in der DDR 20 Stück für 4,00 Mark, später 19 Stück |
| Club Special | 1990er Jahre–2002 | auch als 24er-Packung und als vierteilige limitierte Serie |
| Club Leicht | 1990er Jahre–2003 | leichtere Variante |
| Club Menthol, Club Menthol Leicht | 1990er Jahre–2002 | Mentholsorten |
| Club 100 | 1990er Jahre–2016 | Überlänge |
| Club Fresh, Club Frisch | 2008, 2016 | türkisfarbene Packung |
Werbung und Design: Löwenwappen und Winkelband
Die Packung war das wichtigste Aushängeschild der Marke. Schon die Club Filter von 1969 zeigte das Grundmuster, das bis zuletzt erkennbar blieb: heller Grund, ein breites, nach unten spitz zulaufendes Farbband mit dem Schriftzug CLUB in konturierten Großbuchstaben, darunter ein rotes Schild mit dem Wort „Filter“. Darüber halten zwei goldene Löwen ein Emblem, auf den frühen Packungen eine rote Scheibe mit einem C, später einen rot-weiß gestreiften Schild mit blauem Schildhaupt und Sternen. Laut Museum Pankow greift das Löwenwappen frühere Garbáty-Firmensymbole auf. Eine ungeöffnete DDR-Packung mit dem Herstelleraufdruck des VEB Kombinat Tabak Dresden bewahrt das DDR Museum in Berlin.
Reynolds veränderte das Bild nur behutsam; die taz schrieb 1993, die Ex-DDR-Zigarette verkaufe sich „mit dem unveränderten Ostdesign“ gut. Neu war vor allem der Zusatz „Feine Tabakmischung“. Für Sammler reizvoll sind die Sondereditionen: die Jubiläumspackungen „25 Jahre“ von 1994, eine davon silbern mit Landschaftszeichnung und dem Schriftzug „Mecklenburg-Vorpommern“, eine andere mit Feuerwerk auf der Rückseite, dazu eine limitierte Viererserie der Club Special mit abstrakten Dekoren aus den 1990er Jahren. 2013 wurde die Packung modernisiert; die späten JTI-Packungen setzten auf kräftige Farbflächen, Blau für die Club 100, Türkis für die Club Frisch. Mehr zum Thema unter Packungen sammeln und Packungsdesign.
Marktstellung: vom Ost-Bonus zum Auslaufen
Während die Cabinet nach ihrer geschmacklichen Umstellung durch Reemtsma im September 1990 unter zehn Prozent Marktanteil fiel, meldete der Spiegel für Club rund 15 Prozent in Ostdeutschland und 250 Millionen Zigaretten im Monat. Die stärkste neue Konkurrenz kam von der Golden American, die hinter der f6 zur zweitmeistgerauchten Marke im Osten aufgestiegen war. Reynolds verkaufte die Club laut taz von 1992 „mit großem Erfolg“ ausschließlich in den neuen Bundesländern, 1993 bescheinigte ihr die Zeitung einen „Ost-Bonus“.
Mit der Übernahme des internationalen Reynolds-Geschäfts durch Japan Tobacco kam die Marke 1999 zu JT International; ab 2001 nennen die Packungen JT International Germany als Hersteller. Club blieb eine Marke mit Schwerpunkt im Osten. Wann JTI sie einstellte, ist nicht belegt; die jüngsten Packungen im Sammlerverzeichnis stammen von 2016. Anders als Cabinet und f6, die es bis heute gibt, hat Club den Sprung in die Gegenwart nicht geschafft.
Namensherkunft
Eine offizielle Erklärung des Namens ist nicht überliefert; das englische Wort klingt nach Geselligkeit und gehobener Lebensart und war im Tabakgeschäft international verbreitet. In Deutschland ist der Name älter als die DDR-Marke: Schon vor 1935 verkaufte die Dresdner Greiling AG eine Club, laut Aufdruck im Deckel „Rein Macedonisch“. Nach dem Krieg nutzte die in Westdeutschland fortgeführte Greiling den Namen für eine „Club Runde Orient“ (1950 bis 1953); 1968 bis 1970 stellte die Eilebrecht Tabak AG unter Greiling-Markenrecht eine Club Filter her. Der Dresdner Greiling-Betrieb war 1958 in den volkseigenen Zigarettenfabriken der Stadt aufgegangen, und zigsam.at spricht bei der Club von 1969 von einer Wiedereinführung durch die Vereinigten Zigarettenfabriken Dresden. Dass die DDR einen alten Dresdner Namen wiederbelebte, liegt nahe, ist aber nicht belegt; die deutschsprachige Wikipedia nennt als Vorläufer eine Vorkriegs-Club aus dem Garbáty-Werk, ebenfalls ohne tragfähigen Beleg. Kurios: 1969 und 1970 war in beiden deutschen Staaten eine Club Filter im Handel.
Kontroversen und Regulierung
Umstritten war vor allem der Markenverkauf: Die taz schrieb 1993, die Treuhand habe die Rechte „verschleudert“, während die Pankower Fabrik stillstand. Die Regulierung lässt sich an den Packungen ablesen: Reynolds-Schachteln der 1990er Jahre tragen den Hinweis der EG-Gesundheitsminister, JTI-Packungen von 2016 den Warnhinweis „Rauchen kann tödlich sein“, und Club Leicht ist zuletzt 2003 belegt, in dem Jahr, ab dem die EU Bezeichnungen wie „leicht“ untersagte. Mehr dazu unter Recht.
Quellen
- Club (Zigarettenmarke) – Wikipedia (deutsch) – https://de.wikipedia.org/wiki/Club_(Zigarettenmarke)
- Der Tagesspiegel: Ehemalige Zigarettenfabrik Garbáty – Club Filter-Zigaretten Made in Pankow (2010) – https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/club-filter-zigaretten-made-in-pankow-1821424.html
- taz: „Cabinet“-Umbildungen in der DDR (13.07.1990) – https://taz.de/Cabinet-Umbildungen-in-der-DDR/!1760034/
- taz: Volkseigener Dunst (13.07.1990) – https://taz.de/Volkseigener-Dunst/!1760036/
- DER SPIEGEL 45/1990: Spürt man kaum – https://www.spiegel.de/wirtschaft/spuert-man-kaum-a-5f43260e-0002-0001-0000-000013501002
- taz: Eine Fabrik in Deutschland (16.04.1992) – https://taz.de/Eine-Fabrik-in-Deutschland/!1673648/
- taz: Der Duft macht süchtig, nicht der Tabak (02.08.1993) – https://taz.de/Der-Duft-macht-suechtig-nicht-der-Tabak/!1606427/
- DDR Museum Berlin: Zigaretten „Club“ (Objekt 1003656) – https://www.ddr-museum.de/de/objects/1003656
- zigsam.at – Sammlerverzeichnis: Club – https://www.zigsam.at/B_Club.htm
- cigabox.de: Greiling Zigarettenfabrik – http://cigabox.de/zigarettenfabriken/greiling-zigarettenfabrik/
- DDR Museum Berlin: Advertising in the GDR (Blog, englisch) – https://www.ddr-museum.de/en/blog/2016/advertising-in-the-gdr
- Museum Pankow (museum-digital): Zigarettenschachtel der Marke „Club“ (Objekt 16331) – https://global.museum-digital.org/object/16331
- Palis & Mohrmann (Designagentur): Projekt CLUB, Redesign 2013 – https://palismohrmann.de/club
- JT International Germany – Wikipedia (deutsch) – https://de.wikipedia.org/wiki/JT_International_Germany
Hinweis zur Quellenlage
- Eigentümer nach 1990: Philip Morris übernahm 1990 die Dresdner Betriebe (f6, Karo, Juwel), nicht aber Club; die Marke ging an die Berliner Zigarettenfabrik und am 2. Oktober 1990 als reine Markenrechte an R. J. Reynolds, zuletzt an JT International (taz 13.07.1990 und 16.04.1992, Spiegel 45/1990, Wikipedia).
- Einführungsjahr 1969: belegt über das Sammlerverzeichnis zigsam.at („reintroduced in 1969“) und die Jubiläumspackungen „25 Jahre“ von 1994; ein DDR-Dokument wurde nicht gefunden. Das Museum Pankow ordnet seine Club-Packung dem „VEB Garbáty“ zu, einer Firmierung, die es nur bis 1960 gab; ob es schon vor 1969 eine DDR-Club gab, bleibt offen. Die englischsprachige Wikipedia („Club (German cigarette)“) nennt eine Wiedereinführung 1961; als Beleg dient dort nur eine inzwischen tote Einstiegsseite von zigsam.at, die heutige Club-Seite von zigsam.at nennt 1969.
- Vorkriegsgeschichte: Die deutschsprachige Wikipedia nennt eine Vorkriegsproduktion bei Garbáty, ihr Einzelnachweis (Tagesspiegel 2010) erwähnt diese aber nicht; der Wikipedia-Artikel „Liselotte de Booy“ nennt Club und Liga als Garbáty-Marken mit der Bilderserie „Die schönsten Frauen der Welt“, die der Artikel „Zigarettenfabrik Greiling“ jedoch als Greiling-Serie (1933) führt. Belegt ist eine Club-Packung der Greiling AG Dresden vor 1935 (cigabox.de, dort auch Club und Liga in der Greiling-Markenliste, nicht in der Garbáty-Liste). Eine direkte Linie von Greiling zur DDR-Club ist nicht dokumentiert. Die westdeutsche Club Filter von 1968 bis 1970 stellte laut zigsam.at die Eilebrecht Tabak AG her, Greiling war Markeninhaber; die eigene Greiling-Fertigung im Werk Lensahn endete laut cigabox.de 1960. Das Museum Pankow deutet das Löwenwappen der Packung als Rückgriff auf frühere Firmensymbole der Garbáty-Tradition, siehe Punkt 13; eine Vorkriegs-Club bei Garbáty belegt das nicht.
- Herstellerangaben der DDR-Packungen wechseln (VEB Berliner Zigarettenfabrik(en), VEB Vereinigte Zigarettenfabriken Dresden, VEB Kombinat Tabak Dresden); die Aufteilung der Produktion zwischen Dresden und Pankow ist nicht belegt, belegt ist die Fertigung in Pankow bis 1990.
- American Blend: nur durch die Erinnerung eines früheren Prokuristen der Bremer Firma Franz Kragh belegt (Tagesspiegel 2010), keine Rezepturangabe; Kurzbeschreibung und Einleitung sprechen deshalb nur von Tabaken aus dem Westen.
- Marktanteile: 11 % vor der Grenzöffnung (Tabakzeitung, zitiert von der taz am 13.07.1990, ohne genaues Bezugsjahr) und rund 15 % in Ostdeutschland (Spiegel 45/1990 vom 04.11.1990, ohne eigene Zeitangabe und im Zusammenhang mit dem Interesse von Reynolds vor dem Markenkauf genannt) stammen aus verschiedenen Quellen; für die Zeit nach 1993 wurden keine Zahlen gefunden. „Eine der teuersten“ stützt sich auf die Wikipedia-Angabe, die meisten anderen Filterzigaretten hätten 2,50 bis 3,20 Mark gekostet; teurer war die Duett im Format 100 (siehe Markenseite Duett), eine vollständige DDR-Preisliste wurde nicht ausgewertet.
- Ende der Marke: kein offizielles Datum. Jüngste Sammlerbelege 2016 (Club 100, Club Frisch); die deutschsprachige Wikipedia führt Club seit einer Bearbeitung im Januar 2020 unbelegt als eingestellt. Die dortige Angabe „1995 wurde die Produktion endgültig eingestellt“ betrifft den Standort Pankow, nicht die Marke. Der Wikipedia-Artikel „JT International Germany“ listet Club noch als aktuelle Marke (unbelegt, vermutlich veraltet). Handelsangabe (nicht zitierfähig): Club 100 zum 30.11.2018 ausgelistet; das stützt den Status „historisch“, ist aber kein offizielles Enddatum.
- Übernahme des internationalen Reynolds-Geschäfts durch Japan Tobacco 1999 laut Wikipedia („JT International Germany“); den Herstellerwechsel auf den Packungen zeigt zigsam.at (Reynolds 1999, JT International ab 2001). JTI entstand mit dieser Übernahme; die Marke kam damit 1999 zu JTI, ein späterer eigener Übergang ist nicht belegt.
- Sortimentstabelle und Designbeschreibung beruhen auf Packungsabbildungen und -angaben bei zigsam.at (belegte Jahrgänge, keine Laufzeiten). Ob die Jubiläumsedition 1994 weitere Regionalmotive außer Mecklenburg-Vorpommern hatte, ist unbekannt; die limitierte Club-Special-Serie ist nur auf die 1990er Jahre datiert. Der Begriff „Club-Familie“ stammt aus der taz 1993 im Zusammenhang mit dem zuständigen Marketingchef; welche Sorten damals dazugehörten, sagt die taz nicht, und zigsam.at datiert Leicht, Menthol, Menthol Leicht, Special und Club 100 nur allgemein auf die 1990er Jahre. Die Modernisierung der Packung 2013 belegt das Portfolio der Designagentur Palis & Mohrmann; dass die blauen und türkisen Packungen von 2016 darauf zurückgehen, ist wahrscheinlich, aber nicht belegt.
- Der Slogan „Gutes neu erleben!“ (1993), den der Wikipedia-Artikel „Ostalgie“ der Marke zuschreibt (dort JT International zugeordnet, 1993 gehörte die Marke aber Reynolds), ließ sich an keiner Primärquelle prüfen und wurde nicht übernommen.
- Club Leicht ist zuletzt 2003 belegt; ein Zusammenhang mit dem EU-Verbot von „leicht“-Bezeichnungen ab Herbst 2003 ist naheliegend, aber nicht belegt.
- Die Objektbeschreibung des Museums Pankow auf museum-digital (Objekt 16331, gleichlautend unter berlin.museum-digital.de als Objekt 588) war am 24.09.2026 wieder erreichbar und steht nun in den Quellen. Sie nennt Club eine der wichtigsten und bekanntesten Marken der Pankower Fabrik und deutet das Wappen mit den zwei Löwen als Rückgriff auf frühere Firmensymbole in der Tradition der Garbáty-Zigarettenproduktion; der Text übernimmt davon die Deutung des Wappens, ausdrücklich als Angabe des Museums. Zur Zuordnung der Packung zum „VEB Garbáty“ siehe Punkt 2.
- Werbung in der DDR: Die taz schrieb 1990 pauschal, Zigarettenwerbung sei in der DDR verboten gewesen. Laut DDR Museum beschloss der Ministerrat das Verbot der Binnenwerbung jedoch erst vier Jahre nach Honeckers Amtsantritt 1971, also Mitte der 1970er Jahre; in den 1950er und 1960er Jahren entwarf die DEWAG auch Zigarettenanzeigen, siehe Länderseite DDR. Ob für die Club zwischen 1969 und Mitte der 1970er Jahre geworben wurde, ist nicht belegt; der Text sagt deshalb „kaum eine Rolle“.